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Papageien vor der Haustür
Halsbandsittiche in Wiesbaden

Fünfte Fassung, (Sommer 2001)
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Futterstellen und Futterhäuser

Im Park existieren mehrere Futterhäuser, die auch von Halsbandsittichen besucht werden. Neben offiziellen Futterhäusern existieren auch wilde Futterstellen. In Margarineschachteln befinden sich meist von Vogelfreunden angebotene Haferflocken. Die Schalen werden aber vorallem von einer Reihe weitere Vögel, etwa Blaumeise, Kohlmeise, Kleiber und Buntspecht genutzt, heruntergefallenes Futter wird von Staren Buchfinken oder Ringeltauben gefressen. (Beobachtungen u.a. vom 23.4.1998, 13.6.1998, 25.6.1998).

Bei kaltem Wetter werden die Vogelhäuser und privaten Futterstellen in der Umgebung des Parks von Halsbandsittichen besucht (Beobachtungen vom 7.12.1998, 13.12.1998).

Mir berichtete eine Frau, die auf ihrem Balkon fütterte, sie würde von November bis April den Tieren ungeschälte Erdnüsse und Sonnenblumenkerne anbieten. Im Monat verbrauche sie ca. 25 kg beider Futtersorten. An dieser Futterstelle vertrieben die Großen Alexandersittiche die kleineren Halsbandsittiche.
Andere Futterstellen der Papageien werden bis weit in den Sommer hinein bestückt. Dort erscheinen die Halsbandsittiche auch mit ihrer flüggen Brut. Diese Futterstelle liegt rund 6,5 km entfernt vom Park.
Das Futterangebot an diesen Plätzen reicht von Nüssen und Körnernahrung bis hin zu Meisenknödeln, Kolbenhirse oder Knusperstangen für Wellensittiche.
Nahrung die sich am Stück davontragen läßt wie etwa Knusperstangen werden von den Tieren im Schnabel abtransportiert und in sicherer Entfernung auf einem Baum verzehrt. (Beobachtung vom 13.12.1998)
Um bequemer von Meisenknödeln fressen zu können, ziehen Halsbandsittche (wie es auch Dohlen und Saatkrähen tun) die Knödel an ihrer Aufhängung bis zum Sitzast hoch und halten sie dort mit den Füssen fest.

 Futterstelle
Zwei Halsbandsittich an einem "inoffiziellen"
Futterplatz in ca. 1 m Höhe.
Futterhaus
Halsbandsittiche an einem Futterhaus

Wasserstellen

Halsbandsittiche benutzen im Park sowohl die Bächlein (Beobachtungen 30.1.1999, 11.3.2001) als auch Wasser, das sich in Astgabeln (Beobachtung u.a. 7.2.1999) sammelt, als Trinkwasserquellen. In besonders störungsarmen Situationen werden auch Pfützen im Park benutzt (Beobachtung 11.3.2001). Beim Trinken wird der Kopf in charakteristischer Weise nach hinten gelegt. Oftmals sind auch Wassertropfen am Schnabel zu erkennen. Bei der Annäherung an den Boden (Pfützen, Bach) lassen die Halsbandsittichen große Vorsicht walten. Sie sind leicht zu stören. Solche Beobachtungen können nur bei großer Ruhe gemacht werden. Da im Kropf eines Halsbandsittich auch Wasserschnecken als tierische Beikost gefunden wurden, 'jagen' Halsbandsittiche bei ihren Besuchen an Bächen vermutlich auch Schnecken. Ein Anwohner berichtet, daß auch aus Pfützen auf Flachdächern getrunken wird. An bzw. in Astgabeln wird nicht gebadet. Halsbandsittiche baden vor allem im Regen (Baden).

Einen Sonderfall der Aufnahme von Wasser stellt das Fressen von Schnee dar. Obwohl am Tag der Aufnahme des Fotos der Schnee schon weitgehend abgetaut war und damit genügend flüssiges Wasser z.B. in Astgabeln vorhanden gewesen ist, naschten die beiden Halsbandsittiche eine ganze Zeit am Schnee.

 Trinken am Bach
Trinken im Bach
Schneefressen
Wasseraufnahme durch Schneefressen

Exkremente

Papagienextremente bestehen aus zwei Komponenten. Bei gesunden Tieren sind eine grünliche und relativ trockenen 'Wurst' von einer weißlichen Paste zu unterscheiden. Die Öffnungen von Darm und Harnleiter (und auch der Geschlechtsorgane) enden bei Vögeln in einem Kloake genannten Organ und verlassen von dort den Körper. Bei der 'Wurst' handelt es sich um den aus dem Darm stammenden Kot, die weiße Paste wird von den Nieren gebildet (Harn). Beide Komponenten werden gleichzeitig abgegeben. Die Exkremente der im park lebenden Papageienarten ähneln einander so stark, daß an ihnen keine Artbestimmung vorgenommen werden kann.

 Papageinkot
Exkemente von Papageien

Papageinkot unter dem MikroskopPapageinkot unter dem Mikroskop
Mikroskopaufnahmen von Papageienkot mit deutlich erkennbaren Pflanzenresten.
Eine systematische mikroskopische Untersuchung des Papageienkot wäre sicher eine spannende und lohnede Aufgabe.

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