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Papageien vor der Haustür
Halsbandsittiche in Wiesbaden

Fünfte 5.2 (Januar 2002)
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Grünsittich (Aratinga holochlora)

Am 14.2.2001 konnten Tobias Krause und ich einen Grünsittich im Park Köln Stammheim beobachten. Der Vogel lebte am Rande einer Gruppe von 10-12 Großen Alexandersittichen und wurde erstmalig von Andreas Buchheim im April 2000 beobachtet. Dieser Vogel hat also einen Winter überlebt und sich in die Kölner Natur eingepaßt. Da er ohne Begleitung ist, wird sich keine Population entwickeln.

Biologischer Steckbrief
Mehrere Unterarten des Grünsittichs leben in den Vorgebirgen Mexikos, Nicaraguas und Guatemalas bis zu einer Höhe von 2200 m. Sie bewohnen neben Kiefernwäldern auf der Westseite auch unfruchtbare tropische Flachländer. Feuchte Regenwälder werden gemieden. In Gruppen von 20-30 Tieren ziehen sie außerhalb der Brutzeit herum, die Paare bleiben innerhalb der Gruppe erhalten. Ihre Nahrung besteht aus Sämereien, Nüssen, Beeren, Grünzeug und Früchten, die sie auf Büschen und Bäumen suchen. In Mais und Getreidefeldern richten solche Gruppen Schaden an. Sie sind aufgrund der größeren Strecken, die sie zwischen einzelnen Nahrungsquellen zurücklegen recht gute Flieger. W.J. Scheffler konnte sie 1934 erstmalig züchten. Grünsittiche können mit dem Pavuasittich verwechselt werden, dieser besitzt aber einen roten Flügelbug (Arndt S. 90).

Aratinga holochlora wird in den USA so häufig beobachtet, dass er im "Field Guide to the Birds of North America" abgebildet ist, obwohl er dort nicht regulär vorkommt und wäre damit auch eine potentielle Neozoe in der Bundesrepublik.

 
Grünsittich in Köln

Verbreitungskarte
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