Eingeschleppte Tierarten erobern Hessens Lebensräume BUND warnt vor unkontrollierter Ausbreitung der Neozoen Einheimische Arten bleiben auf der Strecke
Aus einer Pressemitteilung BUND-Hessen vom Juli 1999 Quelle: http://www.bund.net/offenbach/pe_neozo.htm "Eingeschleppte Tiere (Neozoen) bedrängen die heimische Fauna Hessens. Vor allem viele Amphibien und die letzten heimischen Sumpfschildkröten werden von den unfreiwilligen Neubürgern hart bedrängt. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) appelliert an die Bürgerinnen und Bürger zu verantwortungsvollem Umgang mit Tieren. Vom Tierhandel fordert der BUND einen Verkaufsverzicht für aggressive Neozoen. [...] Nicht weniger exotisch, derzeit aber noch unproblematisch, sind die freilebenden Wiesbadener Papageien, die sich schon seit Jahren im Biebricher Schloßpark und auf der gegenüberliegenden Rheininsel, dem Naturschutzgebiet "Rettbergsaue", tummeln. Zur Freude der Wiesbadener Schloßparkbesucher werden sie auch im Winter durchgefüttert. Und so mischen sich die Alexandersittiche, Halsbandsittiche und Blaustirnamazonen aus Übersee unter heimische Amseln, Drosseln, Finken und Stare, bislang noch ohne nenneswerte Nachteile für die angestammten Revierinhaber. Da die drei Papageienarten zwar hier brüten, bislang aber nur geringe Ausbreitungstendenz zeigen und lediglich einigen Staren und Dohlen die Nisthöhlen streitig machen, gelten sie als Bereicherung der Wiesbadener Stadtfauna. Dennoch sollten die Populationen aufmerksam beobachtet werden, um einer unkontrollierten Ausbreitung vorzubeugen, rät der BUND. [...]" |